Temperatur/Luftfeuchteüberwachung für 50€

Falls jemand eine günstige Lösung für die Überwachung von Luftfeuchte und Temperatur sucht, der sollte sich mal DLP-TH1b von FTDIChip ansehen. Das Teil wird per USB angeschlossen. Soll’s im Netzwerk hängen, dann würde ich einfach ein Alix-Board nehmen und x-Sensoren dran hängen. Günstiger geht’s nicht…

neuer Kernel unter RedHat/CentOS

Nachdem heute Nacht 2.6.33 herausgekommen ist und ich leider auf einem speziellen Alix Board immer den neusten einsetzen muss (ich verwende brandneue Hardware) muss ich selbst backen. Hier die Kommandos als Notiz für Drag and Drop :).

make rpm-pkg
rpm -i /usr/src/redhat/RPMS/i386/kernel-2.6.33-1.i386.rpm
new-kernel-pkg --mkinitrd --depmod --install 2.6.33

Alix morst

Die Alix Boards haben es wirklich in sich. Ich baue gerade den ersten Router und nutze die Leds als Statusanzeige fürs OpenVPN. Sehr cool. Aber das ist noch nicht alles. Die Leds kann man sogar morsen lassen (s.u.).

Einschalten

echo 1 > /sys/class/leds/alix\:1/brightness
echo 1 > /sys/class/leds/alix\:2/brightness
echo 1 > /sys/class/leds/alix\:3/brightness

Ausschalten

echo 0 > /sys/class/leds/alix\:1/brightness
echo 0 > /sys/class/leds/alix\:2/brightness
echo 0 > /sys/class/leds/alix\:3/brightness

Fertige Led-Trigger

modprobe ledtrig-default-on
modprobe ledtrig-heartbeat
modprobe ledtrig-morse
modprobe ledtrig-timer

Led-Trigger aktivieren

  • So aktiviert man den heartbeat für LED1 – Je höher die Load, je schneller das Blinken:
    echo heartbeat > /sys/class/leds/alix\:1/trigger
    
  • Die Aktivität der IDE-Platten mit LED2 (ledtrig-ide-disk ist schon im Kernel drin.)
    echo ide-disk > /sys/class/leds/alix\:2/trigger
    
  • Led3 Blinken lassen (1 Sekunde an, 2 Sekunden aus):
    echo timer > /sys/class/leds/alix\:3/trigger
    echo 1000  > /sys/class/leds/alix\:3/delay_on
    echo 2000  > /sys/class/leds/alix\:3/delay_off
    
  • Trigger lassen sich auch deaktivieren
    echo none > /sys/class/leds/alix\:1/trigger
    echo none > /sys/class/leds/alix\:2/trigger
    echo none > /sys/class/leds/alix\:3/trigger
    
  • Das Beste zum Schluß: Morsezeichen
    echo morse > /sys/class/leds/alix\:1/trigger
    echo "SOS" /sys/class/leds/alix\:1/message
    

Damit das ganze einen Reboot überlebt muss es noch wie folgt konfiguriert werden:

echo "leds-alix" >> /etc/modules
echo "ledtrig-heartbeat" >> /etc/modules
echo "ledtrig-timer" >> /etc/modules
echo "ledtrig-morse" >> /etc/modules

Und nicht vergessen die entsprechenden echos in /etc/rc.local einfügen, damit sie nach dem Booten auch wieder aktiviert werden.

Mit den Leds könnte man sogar der Monitoringlösung die Statusmeldungen morsen lassen 🙂 Sehr geil.

Quagga

Mein nächstes Alix Projekt steht schon fest. Ich bau mir eine eierlegende Wollmilchsau als Router. Ich brauch ständig unterwegs einen UMTS/DSL/Lan Router, der auch WLan für meinen Sip-Client am Handy spielt. Das Teil soll auch OpenVPN können, damit ich mir keine Gedanken über meine Telefongespräche machen muss. Mittlerweile habe ich so einige VPN Tunnel ständig am laufen und muss überall immer die Route eintragen. Neulich hatte ich wieder durch ein VPN mir eine Schleife gelegt und hatte erst alles mögliche im Verdacht, bis ich auf das wahre Problem gekommen bin. Das nervt mich langsam! Daher wird jetzt mit dem Projekt auf ein Routing Protokoll umgestellt! Ich hätte das schon längst machen sollen!

Also wird der neue Alix-(Thinclient)-Router wohl auch Quagga bekommen. Und ich werde mir wohl OSPF oder Rip einrichten. Quagga ist schon ziemlich lustig. Die Konfiguration fällt mir dank meiner Cisco-Zertifizierung und der entsprechenden Erfahrung damit super leicht. Schließlich emuliert das Interface genau solch eine IOS Konsole. Alles ziemlich simple. Quagga kann sogar BGP. Aber nachdem ich noch keine Ahnung habe welche Größe so eine Routingtablle mit Quagga annehmen kann und ich kein eigenes AS habe brauch ich das ja auch noch nicht. Da muss mein Netz noch viel größer werden 😉

Bauanleitung: Alix Thinclient

Nachdem mein Thinclient nun die ersten Tage im Einsatz ist und bisher ganz gut funktioniert schreib ich mir hier mal Schritt für Schritt auf was zu tun ist:

  1. CF mit Voyage installieren
  2. Die Pakete unten alle installieren
  3. x2vnc installieren (siehe hier)
  4. Home in den Speicher legen (siehe hier)

Wirklich nicht viel zu tun.

Noch 2 Kommentare von mir:

  • Die installierten Pakete sind noch nicht optimiert. D.h. sie können durchaus noch unnötigen enthalten. Außerdem sind auch ein paar wenige dabei, die für die Warenwirtschaft benötigt werden.
  • Besonders gut ankam übrigens, dass der Thinclient völlig geräuschlos arbeitet und kaum Strom braucht.

„Bauanleitung: Alix Thinclient“ weiterlesen

Ein hoch auf die Alix-Boards

alix1Nachdem mein erster Thinclient morgen an den Laden meines Bruders „ausgeliefert“ wird und die Installation so reibungslos funktioniert hat, muss ich hier mal mein Hoch auf die Alix Boards loswerden:

  • Kosten:
    Fantastisch gering. Borad 119€, Gehäuse 13€, 1G Speicher 10€, Netzteil 6€, macht insgesamt 148€
  • Stromverbrauch:
    Fantastisch gering. Ca. 4-5W (ohne Erweiterungskarten und ohne Festplatte). Das nenne ich wahre Green-IT
  • Installationsaufwand:
    Fantastisch gering. Der Aufbau benötigt 2 Minuten. Die Software mit voyage und Debian höchstens 10 Minuten.
  • Platzbedarf:
    Fantastisch gering. Das Gehäuse lässt sich an jedes TFT mit Vesa-Halterung hin hängen.
  • Möglichkeiten:
    Fantastisch vielfälltig. Durch die Debian und x86 Basis lässt sich wirklich fast alles installieren.
  • Performance:
    Völlig ausreichend. Beachtet man ein paar Dinge (s.u.) rennt das Teil wirklich
  • Stabilität:
    Ebenfalls fantastisch. Das Gehäuse hält was aus und dank des Setups ist jederzeit Ausschalten möglich und das Board bootet ohne mucken wieder.

Ich bin wirklich so begeistert, dass ich mir vorgenommen habe in Zukunft keine fertige Router, WLan-Accesspoints oder sonstige Hardware zu kaufen, sondern mir die entsprechenden Boards zu bestellen und schnell selbst zu installieren. Vielleicht sind sie etwas teuerer aber ich habe endlich die Möglichkeiten, die ich suche. Wie lange habe ich etwa schon nach einen OpenVPN fähigen 3G Router gesucht! Mit Alix wäre der in Minuten fertig gewesen. Oder wie lange haben wir mit Accesspoints vom Markenhersteller gekämpft, die plötzlich alle die gleiche MAC-Adresse hatten.

Ich werde demnächst wahrscheinlich noch ein paar Projekte damit umsetzen und hier dokumentieren. Als nächstes baue ich evtl. den 3G Router für alle Netze mit SMS Versand und Empfang und Wlan.

Compactflash readonly

Mein Thinclient ist ja nicht wirklich ein Thinclient. Es ist ein sehr abgespecktes Debian aber eben mit X und den wichtigsten Applikationen (Firefox, Acroread, …) . Installiert habe ich das Teil auf einem 4GB großen CompactFlash.

Nachdem ein CompactFlash primär 2 Nachteile hat, nämlich

  • nicht beliebig viele Schreibzüglen
  • nicht beliebig schnell

macht voyage Linux eigentlich was ziemlich schlaues: Am Ende des Booten wird das Filesystem als readonly gemountet. /var/log,/var/tmp,/var/run und /var/lock werden dann per AFS wieder beschreibbar im Speicher gemountet. Wird der Thinclient runtergefahren, wird als erstes der CompactFlash Speicher wieder readwrite gemounted, danach werden die Inhalte dieser /var/… Mounts auf den CompactFlash geschrieben. So geht nichts verloren und es werden eben die vielen langsamen und vernichtenden Schreibzugriffe vermieden.

Nachdem bei mir auch X am lauft muss ich meine Home-Verzeichnisse auch in das System mit einklinken. Aber nichts leichter als das bei voyage. Einfach in /etc/default/voyage-util folgende Zeile ändern:

VOYAGE_SYNC_DIRS="home"

Ein Problem gibt es aber noch. Der Thinclient fährt schneller runter als der gam_server braucht um sich zu beenden. Nachdem gam_server auch im /home lauscht würde das das Syncen verhindern. Deshalb habe ich brutal wie ich bin einfach im /etc/init.d/voyage-sync ein entsprechendes killall und ein wenig Pause ergänzt:

        'stop')
                echo "Voyage is now synchroning changed files..."
                killall -9 gam_server
                sleep 5
                [ -f /usr/local/sbin/remountrw ] && /usr/local/sbin/remountrw
                for SYNC_DIR in $SYNC_DIRS; do

Das beste an der Lösung ist übrigens auch, dass man den Thinclient jederzeit einfach ausschalten kann ohne ein korruptes Filesystem zu riskieren. Man verliert zwar die Änderungen im Home aber der Thinclient ist ja auch nicht dafür gedacht dort viel abzulegen. Für Dokumente würde ich eher einen USB-Stick nehmen. Die Daten kann man dann auch super auf anderen Systemen sichern.

Nagios SMS Alamierung im Netz

Das und wofür ich einen Thinclient brauche habe ich ja bereits hier geschrieben. Jetzt habe ich mir einen bestellt! Es ist ein Alix 1.D. Mit Gehäuse, CF-Speicher und Netzteil hat es keine 200 Euro gekostet. Zusammenbauen und Linux drauf schmeißen (Voyage) hat keine 15 Minuten gedauert. Sound, X, USB, … alles funktioniert auch gleich direkt. Als Desktop für X verwende ich lxde. Das reicht und ist super schnell.

Super ist, dass es eine ganz „gewöhnliche“ Kiste ist. Damit kann ich alle Pakete die ich so benötige installieren. Ob OpenVPN oder irgendwas anderes. Also insgesamt der ideale Thinclient für mich.

Warum hab ich mir das Teil nicht schon früher angesehen. Wieviel Zeit hab ich verschwendet um ein SMS-Gateway fürs Netz zu finden… Hier ist es. Einfach ein Alix Board, ein Falcom Modem oder Siemens Modem als Hardware und die SMS-Servertools als Software. Fertig ist das SMS-Gateway.

Das Teil hat alle Vorteile, die man so braucht:

  • SMS spoolen
  • Nagios fähig, d.h. sogar Nagios könnte man da drauf laufen lassen
  • 2 Ethernetschnittstellen machen eine redundante Anbindung möglich
  • Mit den 2 Ethernetschnittstellen wäre sogar ein GSM-Heartbeatcluster möglich
  • Versenden und Empfangen möglich

Mal schauen vielleicht bestelle ich noch so ein Board. Genügend MC35 haben wir im Büro herum fliegen. Die Lösung ist wirklich nicht mehr Bastelei als Nagios selbst 🙂 und kostet grob überschlagen 350 Euro (inkl. interner Karte) oder mit MC35 ca. 300 Euro.

Ideen zur Nagios Ampel

NagiosNachdem meinen Blog täglich zig Leute über Google besuchen nur weil sie nach der Nagios Ampel gesucht haben, tachte ich mir ich schreibe meine Ideen hier mal zusammen. Leider gibt es keine fertige Ampel mit einem Ethernet Anschluß zu kaufen. Warum eigentlich nicht? Was es aber gibt und was auch schon im Linux-Magazin für eine Ampel verwendet wurde sind:

  • Relaiskarte 8Fach Seriell (Conrad-Artikel-Nr.: 967720 – 62)
  • Dauerlichtelemete KS71 (z.B. Conrad-Artikel-Nr.: 585293 – 62)

Damit lässt sich relativ schnell und einfach eine serielle Ampel bauen. Trotzdem ist das relativ langweilig. Schicker wäre eine Ampel mit Ethernet (oder sogar WLan Anschluß). Hierfür gibt es aber auch schon einige mögliche Module z.B. das ETHOPTOREL32 von QuanCom. Die sind aber nicht wirklich bezahlbar.

Meine Alternative wäre zur Zeit eine andere. Das PC Engines ALIX.3C1 System Board hat einen Ethernet-Anschluß und 3 frei programmierbare LEDs. Es gibt schicke fertige Gehäuse dafür. Mit Speicher, Netzteil und Gehäuse kostet es keine 200 Euro. Man könnte sogar ein Nagios drauf laufen lassen 🙂

Wenn jetzt noch jemand mit HW-Erfahrung eine Idee hätte, wenn wie man statt der LEDs richtige Leuchten ansprechen könnte wäre das meine Lösung.

Jemand einen Vorschlag dazu?

Das ganze könnte ein nettes Projekt für www.nagiosforge.de werden. Bei Interesse bitte melden.

Übrigens hat NETWAYs die Nagios Ampel als Geschmacksmuster schützen lassen.

Ich habe auch dazu mal eine Umfrage im Nagios-Portal gestartet.